Dojo News

Text:
Stefanie Vogt
29.9.2026

Krafttraining im Alltag: eure Fragen, unsere Antworten

Wie viel Krafttraining ist sinnvoll? Kann ich trotz Kickboxen viermal pro Woche zusätzlich Kraft aufbauen? Was, wenn ich lieber zu Hause trainiere? Und braucht es auch kurz vor einem Wettkampf noch Krafttraining?

Bei unserer Q&A-Session rund ums Thema Krafttraining sind viele spannende Fragen zusammengekommen. Wir haben die wichtigsten Themen und Antworten für euch zusammengefasst.

Wie viel Training ist sinnvoll?

Mehr Training bedeutet nicht automatisch mehr Fortschritt. Gerade beim Krafttraining findet ein grosser Teil der Anpassungsprozesse während der Regeneration statt. Deshalb gehören Schlaf, Ernährung und Erholung genauso zum Training wie die Belastung selbst.

Wer beispielsweise viermal pro Woche kickboxt, kann durchaus zusätzlich Krafttraining integrieren. Entscheidend ist, dass die gesamte Trainingsbelastung zur verfügbaren Regeneration passt. Eine hohe Trainingsfrequenz braucht nicht nur Disziplin und Einsatz im Training, sondern auch ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und bewusst eingeplante Erholungstage.

Auch Warnsignale wie sinkende Leistungsfähigkeit, ausbleibende Fortschritte, ungewöhnlich tiefes Energielevel, schlechter Schlaf, Konzentrationsprobleme oder wiederkehrende Schmerzen können darauf hinweisen, dass die Belastung zu hoch ist. Besonders bei jungen Sportlerinnen und Sportlern sollte bei solchen Anzeichen frühzeitig mit einer geeigneten Fachperson beziehungsweise einem Coach darüber gesprochen werden.

Krafttraining und Kampfsport kombinieren

Wer regelmässig boxt oder kickboxt, muss das Krafttraining nicht zwangsläufig zusätzlich «oben drauf» packen. Je nach Ziel und Saison kann es sinnvoller sein, die gesamte Trainingsstruktur anzupassen.

Gerade die Offseason ohne Wettkämpfe bietet sich an, um gezielt an körperlichen Faktoren wie Kraft, Schnelligkeit und Explosivität zu arbeiten. In dieser Phase könnte beispielsweise eine Kombination aus zwei Kickbox-Einheiten und zwei Krafttrainings pro Woche sinnvoll sein.

In der Wettkampfvorbereitung sieht die Situation wiederum anders aus: Auch unmittelbar vor einem Wettkampf kann Krafttraining sinnvoll sein. Trainingsintensität und -volumen werden dann entsprechend angepasst, damit keine unnötige Ermüdung entsteht. Ein gezieltes Aktivierungstraining kann stattdessen dazu beitragen, das Nervensystem für den Wettkampf vorzubereiten.

Das passende Trainingsangebot finden

Nicht jeder Alltag sieht gleich aus – und genau deshalb gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, Krafttraining in den eigenen Tagesablauf zu integrieren.

Beim Personal Training (1:1) steht dir ein Coach vollständig zur Verfügung. Die Termine lassen sich individuell planen – beispielsweise morgens, mittags, abends oder direkt vor beziehungsweise nach der Arbeit.

Wer auf das Budget achten möchte, findet mit dem Kraftkreis Revolution eine betreute Alternative. Dabei trainierst du mit maximal fünf weiteren Personen und erhältst weiterhin Unterstützung bei Übungsausführung und Gewichtswahl. Aktuell stehen sieben Gruppenstunden von Montag bis Samstag zu unterschiedlichen Tageszeiten zur Verfügung.

Wenn du zeitlich flexibel trainieren möchtest oder lieber unabhängig von den Gruppentrainings bist, gibt es zudem das Online Coaching. Du erhältst ein individuelles Trainingsprogramm inklusive Einführung und kannst dieses in einem Fitnesscenter, im Schul-Gym oder im eigenen Homegym absolvieren. Über Trainingsvideos sowie die Kommunikation per E-Mail oder WhatsApp erhältst du regelmässig Feedback von deinem Coach.

Auch wer ein gut ausgestattetes Homegym besitzt, muss deshalb nicht auf individuelle Betreuung verzichten.

Was, wenn ich Schmerzen habe?

Bei nicht abgeklärten Verletzungen oder Schmerzen gilt: Eine Übung sollte nicht einfach unter Schmerzen durchgezogen werden.

Wenn eine geplante Übung nicht schmerzfrei möglich ist, kann gemeinsam eine alternative Übung gewählt werden, die dasselbe Trainingsziel verfolgt. Je nach Situation kann auch ein anderer Muskel trainiert und das betroffene Gelenk vorübergehend entlastet werden.

Bei anhaltenden oder unklaren Beschwerden sollte eine Verletzung entsprechend abgeklärt werden. Das Ziel bleibt, das Training sinnvoll anzupassen, statt unnötig Belastung auf eine schmerzhafte Struktur zu bringen.

Supplemente sind kein Ersatz für Ernährung

Supplemente können die Ernährung ergänzen – sie ersetzen sie aber nicht.

Eine ausgewogene Ernährung liefert bereits einen grossen Teil der Nährstoffe, die für Gesundheit, Regeneration und Training benötigt werden. Nahrungsergänzungsmittel können dort sinnvoll eingesetzt werden, wo bestimmte Nährstoffe über die normale Ernährung nicht ausreichend aufgenommen werden können.

Die Basis bleibt deshalb immer eine ausgewogene und bedarfsgerechte Ernährung.

Und was ist mit dem Kraftkreis Open?

Eine häufige Frage war auch, ob das Kraftkreis Open betreut ist. Die Antwort lautet: Nein.

Der Kraftkreis Open ist grundsätzlich eine unbetreute Trainingsmöglichkeit. Der im Gymdesk eingetragene Coach zeigt lediglich an, wer für die Öffnung der Räumlichkeiten zuständig ist – nicht, dass während dieser Zeit eine Trainingsbetreuung stattfindet.

Mit einem Kraftkreis-Revolution-Abo kann zudem bei Bedarf auch einmal eine Open-Stunde besucht werden, wenn die reguläre Gruppenstunde zeitlich nicht passt.

Noch Fragen?

Die Q&A-Session hat einmal mehr gezeigt: Das «richtige» Training hängt stark von deinem Alltag, deinen Zielen, deinem Trainingspensum und deiner Regeneration ab.

Ob Kampfsport, Krafttraining, Homegym oder Wettkampfvorbereitung – wenn du unsicher bist, wie du dein Training sinnvoll strukturieren kannst, sprich mit einem Coach. Gemeinsam lässt sich eine Lösung finden, die zu deinem Alltag und deinen Zielen passt.

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